das Zeitalter der Dummheit
Nietzsche sagt, "der Mensch will lieber nichts, nicht wollen", dieser lapidare Satz Nietzsches verkündet die durch Fiktion unterstützte conditio humana, bricht den ontologischen Mythos des Seins zusammen und rückt die Wahrheit in Richtung Subjektivität. Es ist nicht einfach zu akzeptieren, dass die Geschichte des Menschen aus seinen Fiktionen, seinen Mythen und der ontologischen Unmöglichkeit moralischer Tatsachen besteht. Die Teleologie des Menschen wird in das Zeitalter der Leere übersetzt, da Ideologie der Inhalt der Erzählung war, die Kontrast und Debatte erlaubte, bestimmt nun die hedonistische Pragmatik, die Suche nach Lust jenseits des Körpers den neurotischen Gemeinplatz. Wenn vor der Ideologie die Vielfalt der Fiktion möglich wurde, der Fall der Ideologien die von Todestrieb und Wiederholungszwang getriebene Dimensionalität der Bedeutung definierte, wird der heutige Mensch zu einer Art lebenden Toten, deren Ziel es ist, ewig ekstatisch zu sein außerhalb des schweren ...